Fertig jetzt!

Fertig jetzt!

Du solltest noch dies und das und musst noch jenes erledigen? Sollen und Müssen sind Modalverben und gehören meiner Ansicht nach in die Arbeitswoche, da müssen und sollen wir schon genug. Wenn es dir so wie mir geht – egal, ob du auch selbständig bist oder nicht – Pochen dir die beiden nahezu 24/7 im Hinterkopf und führen dir deine endlos scheinende To-Do-Liste min. im Viertelstundentakt vor Augen. Ich kenne das nur zu gut. Und ich hab mich noch nicht gänzlich aus der Du-müsstest-noch- resp. Du-solltest-noch-Diktatur befreit. Aber ich habe einen Plan zum Befreiungsschlag. Denn mögen, dürfen, können und wollen sind ebenso Modalverben (oh Mann, drückt irgendwie durch, dass ich Deutsch unterrichte, oder?) und nicht zu vernachlässigen. Genauso in unserem Sprachgebrauch wie auch in unserem Leben. So habe ich mir Folgendes vorgenommen: Wenn es sehr viel zu tun gibt, – in der Selbständigkeit muss man die Arbeit nehmen, wenn die Aufträge reinkommen – bekommen «Sollen» und «Müssen» 6 Tage,  max. 6 Tage die Woche.

Worst Case: Minimum 1 Tag die Woche gehört dir
Also, Montag bis Samstag mach ich mein Zeugs, das erledigt werden muss, soll – Worst Case und keinesfalls als Dauerzustand. ABER und jetzt kommt es, das aber: Mindestens dem Sonntag, besseren Falls Samstag und Sonntag gehören mögen, können, dürfen und wollen – Punkt. Du kennst das sicher auch, dass du fast zum Workaholic mutierst, wenn du immer soviel um die Ohren hast, und gar nicht mehr aufhören kannst oder plötzlich nicht mehr weißt, was mit «freier» Zeit anzufangen? Wenn du doch schon dran bist, kannst du noch schnell dies oder noch geschwind das fertig machen… und bum, es ist wieder Montagmorgen. Wann hast du Wochenende gemacht? Gar nicht, nehme ich an! Schluss damit!

Wenn es nicht anders geht: Lege Termine für deine Freizeit fest
Lege klare Regeln, wenn nötig auch Termine, für deine Erholung fest. Für alle/alles andere nimmst du dir auch Zeit. Ob das jetzt auch der Sonntag ist wie bei mir, ist ja prinzipiell egal – es muss für dich stimmen. Aber mach es, bitte! Vielleicht musst du dich anfangs etwas zwingen, so wie ich, aber du wirst es mit der Zeit zu schätzen wissen. Überleg dir, gut auch schon während der Woche im Stress, als kleine Erholungsinsel, was du an deinem freien Tag/Wochenende gerne machen möchtest? Lesen, schreiben, wandern, Freunde treffen, einen Kurztrip? Oder abends kurz vor dem Einschlafen ist ein idealer Moment dafür. Ich stelle mir da oft die Frage: «Was würdest du morgen tun, wenn du nichts müsstest und alle Mittel hättest?» Ok, der Punkt mit allen Mitteln (also Geld) ist natürlich etwas hypothetisch, dennoch habe ich entdeckt, dass mit dieser Fragestellung die echten Wünsche hervorkommen. In den seltensten Fällen, handelt es sich bei diesen um rein finanziell orientierte!

Gönn dir was: Ein handyfreier Sonntag zum Beispiel
Wenn ichs mal am Sonntag extrem krachen lassen will mit Nichts-müssen, lasse ich das Handy ausgeschaltet. Hier hilft es, wenn du diverse Leute vorab darüber informierst, und/oder wissen, dass im Notfall das Festnetz zu gebrauchen ist.

8 Tipps: Schaffe dir Auszeit-Inseln
Vergiss auch während der Arbeitswoche nicht, dir immer mal wieder kleine Auszeit-Inseln zu schaffen. Kleine Pausen, nur für dich, damit du deinen Akku wieder aufladen kannst. Mach etwas, das in irgendeiner Form dein Herz erfreut. Hier einige Kupfer-Tipps:

–      Mach dir einen Kaffee oder einen Tee und geniess diesen  an einem schönen Ort und bewusst
–      Geh kurz spazieren, wenn es geht in die Natur, oder durch ein Quartier mit Gärten, Blumen oder Bäumen
–      Lass dir die Sonne aufs Gesicht scheinen und versetze dich gedanklich an einen schönen Ort, oder in ein schönes Gefühl
–      Streichle Tiere (z.B. Katze/n) 
–      Umarme einen geliebten Menschen
–      Höre deine Lieblingsmusik
–      Führe ein kurzes Telefongespräch mit jemandem der dir Energie gibt und dich inspiriert
–     Kaufe Blumen und stelle sie in deiner Nähe auf

So, jetzt bist du dran! 

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